Warum Fragen stellen?

Warum Fragen stellen?

Erinnerst du dich noch an die Sesamstrasse? „Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt, bleibt dumm!“

Kennst du dieses „Fragealter“? Warum sind die Blätter am Baum grün? Warum hast du blaue Augen? Warum regnet es? (Nagut, das fragst du dich gewiss auch ab und an!)

Warum?, warum?, warum? … Warum scheint die Sonne? Die Wissbegierde der Kleinen ist einfach unerschöpflich.

Laut einer Studie (in The Telegraph veröffentlicht) stellt ein Kind im 4 Lebensjahr rund 390 Fragen täglich!
Beachte die Menge an Fragen! Wie viele Fragen stellst du täglich?

Weshalb haben wir Erwachsenen dieses Wörtchen fast aus unserem Sprachschatz verdrängt? Wieso fragen wir nicht einfach darauf los?

Ist es uns peinlich andere zu fragen? Weshalb glauben wir, wenn wir fragen, eine „dumme“ Antwort zu bekommen?

Aus welchem Grunde meinen eventuell Andere, dass man in der Schule nicht aufgepasst hat? Warum dürfen wir Erwachsenen nicht einfach mal etwas nicht wissen oder vergessen haben?

Wieso fällt es uns so schwer Fragen zu stellen? Haben wir Angst vor Kommunikation?

Warum ist das so? Oder wollen wir nichts mehr wissen? Reichen uns unsere Gehirnwindungen?

Wohl eher nicht, denn sonst würden wir uns ja auch keine Nachrichten oder Dokumentationsfilme anschauen um „auf dem Laufenden zu bleiben“.
Zugegeben, der Eine oder Andere greift sogar noch zu Büchern oder wenigstens zum Internet. Aber warum können wir nicht Menschen direkt fragen, wie oder warum irgendetwas funktioniert?
Wozu stellen wir uns die Fragen insgeheim und lassen Andere nicht an unserem Wissensdurst teilhaben? Haben wir Angst als „nervig“, wie die Kinder, abgestempelt zu werden?

Alles Quatsch! Wir werden so sehr mit Informationen zugeschüttet, dass wir gar keine Zeit mehr haben, etwas tiefer zu hinterfragen.

Wenn wir es aber doch tun und unser Fragewortpotential wieder wecken, könnte es sein, dass eine Antwort kommt, die dann aber wieder neue Fragen aufwirft.

Keine Sorge: die neuen Fragen sind nur dann da, wenn das Interesse weiter besteht. Man nennt diese Menschen „Wissenschaftler“!

Ich behaupte, dass jeder von uns einer ist!

Wir müssen nur unsere Fragewörter wieder aktivieren!

Habe ich jetzt etwa so viele Fragen gestellt? War gar nicht so schwer!

Also los! Auf geht’s! Stell deine Fragen ohne Furcht! Jetzt!

Übung:

Notiere dir deine Fragewörter!

Stell mit jedem dieser Wörter eine Frage! Stell die Frage jemanden aus deiner Umgebung (Eltern, Lehrer, Schüler, Kollegen, Chef, dem Protagonisten … oder auch Google oder Wikipedia)

Du hast keine Idee für Fragewörter? Erinnerst du dich an die Sesamstraße? Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? – Wer nicht fragt bleibt dumm!

Hier sind noch andere Fragewörter:

Wann? Womit? Wobei? Wofür? Weswegen? Wo? Wem? Woran? Wessen? Woher? Mit wem? Wessen? Wohin? Wie lange? Seit wann? Bis wann? Für wie lange? Wie oft? Wozu? Wie hoch? Wie tief? Wie alt? Wie schwer? Wie leicht? Wie weit?

Noch Fragen? Welche fallen dir noch ein?

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